Die Übernahme der Kosten für den C1-Führerschein durch die Gesundheitsbehörde ist ein Schritt in die richtige Richtung, um dem Bedarf an qualifizierten Fahrern für größere Krankentransportwagen auf Mallorca zu begegnen.
Die neuen Fahrzeuge, die teilweise die 3,5-Tonnen-Grenze überschreiten, erfordern diese spezielle Fahrerlaubnis, und die Initiative der Balearenverwaltung zielt darauf ab, bis zu 50 Fahrer entsprechend zu schulen. Der Umfang der Kurse, die mit rund 130 Stunden Theorie und 15 Stunden Praxis veranschlagt sind, sowie der finanzielle Rahmen von etwa 72.000 Euro zeigen, dass die Verantwortlichen das Problem erkannt haben.
Allerdings wirft diese Maßnahme auch Fragen auf. Es bleibt unklar, ob die Schulungen schnell genug greifen, um den aktuellen Bedarf zu decken, da die Lehrgänge mehrere Monate dauern. Zudem ist die Regelung der Arbeitszeiten der Fahrer während der Ausbildungszeit ein wichtiger Aspekt, der bisher wenig Beachtung findet. Auch die langfristige Anpassung der Fahrzeugflotte an bestehende Fahrlimits sollte in Betracht gezogen werden.
Abgesehen von den Kursen und Kosten wird die Einsatzplanung während der Ausbildung kaum thematisiert. Es mangelt an Transparenz bezüglich Ersatzdiensten, Nachtschichten und den finanziellen Auswirkungen auf die Transportunternehmen. Ebenso wenig werden die Wartungs- und Langzeitkosten der schwereren Fahrzeuge sowie die Notwendigkeit der größeren Wagen selbst diskutiert.
Insgesamt ist die Kostenübernahme für den C1-Führerschein ein wichtiger, aber unvollständiger Lösungsansatz. Eine umfassendere Strategie, die auch die genannten Aspekte berücksichtigt, ist notwendig, um die Rettungsdienste auf Mallorca zukunftsfest zu machen.
Quelle: Agenturen





